
Ein Akkord ist ein Zusammenklang von mindesten drei Tönen. (Den Zusammenklang von zwei Tönen nennt man ein "Intervall".) In seiner althergebrachten Form (Renaissance bis Spätromantik) baut er sich meist über einem Grundton in Terzen auf, später (bis heute) gilt jede erdenkliche Zusammenstellung von mehr als drei Tönen
Die grundlegenden Akkorde sind der Dur- und der Moll-Akkord. Ein Dur-Akkord ist jeder Akkord, der
aus einer großen Terz,
einer kleinen Terz
und einer reinen Quinte besteht.

Sein Charakter ist strahlend und rein.
Ein Moll-Akkord ist jeder Akkord, der
aus einer kleinen Terz,
einer großen Terz
und einer reinen Quinte besteht.

Er wirkt trübe und trauernd.
Moll-Akkorde werden mit kleinen Buchstaben benannt (z.B.: c-moll).
Dur- und Moll-Akkorde unterscheiden sich also durch die unterschiedliche Reihenfolge von großen und kleinen Terzen:
groß + klein = Dur-Akkord
klein + groß = Moll-Akkord.
Es liegt dabei in der Natur der Sache, dass dabei das "Rahmenintervall", die Quinte, unverändert bleibt. Der Ton, der den entscheidenden Unterschied ausmacht, ist der mittlere Akkordton, der sogenannte "Terzton" ( Die Akkordumkehrungen ). Man spricht von der Durterz und der Mollterz.
Mit einer großen und einer kleinen Terz sind noch zwei Kombinationen möglich.
klein + klein = verminderter Akkord:
Hierbei ergibt sich als Rahmenintervall eine verminderte Quinte. (Diese gibt dem Akkord auch seinen Namen.)

Dieser Akkord steigert in gewisser Weise die Wirkung eines Moll-Akkordes, da er zusätzlich zur (Moll-)Terz auch noch die Quinte "verengt". Er kann den Effekt von Dramatik vermitteln, oder aber das gleiche Gefühl
groß + groß = übermäßiger Akkord:
Auch hier wird die Quinte verändert, sie wird übermäßig. Deswegen: übermäßiger Akkord

Der Klang dieses Akkordes verstärkt oder überzeichnet gar die Wirkung eines Dur-Akkordes, da zusätzlich zur großen Durterz die Quinte auch noch gedehnt wird. Daher könnte der übermäßige Akkord in Zusammenhang mit übersteigerten (manischen) Gefühlen gebracht werden.