
Vier Akkorde bilden die Grundlage:
1.) Der Dur-Akkord
Sein Charakter ist strahlend und rein.

2.) Der Moll-Akkord
Er wirkt trübe und trauernd.

3.) Der verminderte Akkord
Dieser Akkord steigert in gewisser Weise die Wirkung eines Moll-Akkordes, da er zusätzlich zur (Moll-)Terz auch noch
die Quinte "verengt". Er kann den Effekt von Dramatik vermitteln, oder aber das gleiche Gefühl auslösen, dass man
beim Essen einer Zitrone hat.

4.) Der übermäßige Akkord
Der Klang dieses Akkordes verstärkt oder überzeichnet gar die Wirkung eines Dur-Akkordes, da zusätzlich zur großen
Durterz die Quinte auch noch gedehnt wird. Daher könnte der übermäßige Akkord in Zusammenhang mit übersteigerten
(manischen) Gefühlen gebracht werden.

Oft werden der verminderte und der übermäßige Akkorde miteinander verwechselt. Beim Unterscheiden kann helfen, dass der verminderte ab- [a)] und aufwärts [b)], der übermäßige normalerweise nur aufwärts [c)] aufgelöst werden kann:
Übungen zum Hören von dreistimmigen Akkorden in Grundstellung