
Mischklänge haben Eigenschaften von Klängen und Geräuschen.
Im "Idealfall" haben sie mit Klängen eine periodische Wellenform (eindeutige Wellenlänge
[λ]), mit Geräuschen eine unharmonische Teiltonfolge gemeinsam.
Im Gegensatz zu einem Geräusch weist ein Mischklang im Obertonspektrum mehr oder weniger große Lücken auf.
Ob eine periodische Wellenform erkennbar ist oder nicht, hängt davon ab, ob der entsprechende Mischklang eher wie ein Geräusch oder wie ein Klang klingt.
Ein Mischklang, der einem Geräusch näher ist als einem Klang, ist z.B. ein Beckenschlag.
Das folgende Beispiel zeigt das Obertonspektrum eines Beckenschlages.
Die erkennbaren "Streifen" zeigen, dass es sich hier nicht um ein Teiltonkontinuum wie bei einem Geräusch handelt,
sondern um viele Einzelfrequenzen, die eng beieinanderliegen. Obwohl beim Hören ein zu hohes g''' auffällt (gelber Pfeil), also ein Ton mit
eindeutiger Wellenlänge...
Ein Mischklang, der einem Klang näher ist als einem Geräusch ist z.B. ein Gongschlag.
Das folgende Beispiel zeigt das Obertonspektrum eines Gongschlages. Dieser Gongschlag hat mehrere eindeutig erkennbare
Teiltöne. Grundton ist ein zu tiefes gis . Bis auf den ersten Oberton
(gis' ) stimmt aber keine weitere Frequenz mit denen der entsprechenden harmonischen
Teiltonfolge überein.
Die gelben Pfeile zeigen auf eine mehr oder weniger
deutlich hörbare unharmonische Teiltonfolge.
Die weißen und roten horizontalen Linien
zeigen, wo sich die Obertöne einer harmonischen Teiltonfolge befänden
(rot = Grundton):

Die dazugehörige Wellenform ist periodisch, da die hervortretenden Teiltonfrequenzen sehr bestimmend sind und nicht von weiteren Frequenzen überlagert werden:
Zum Vergleich hier noch einmal die Obertonspektren eines
Klanges (Oboe) |
klangähnlichen Mischklanges (Gong) |
Geräusches (zerreißendes Papier) |
geräuschähnlichen Mischklanges (Becken) |