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HARMONIELEHRE I
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DIE PARALLELFUNKTIONEN

 

Jede Tonart hat eine Paralleltonart des anderen Geschlechts. Ebenso verhält es sich mit den einzelnen Funktionen der leitereigenen Dreiklänge. Die Parallelfunktionen entsprechen den Parallelen, wie sie im Quintenzirkel aufgeführt sind.

Das bedeutet konkret:

In C-dur ist die Parallele der Tonika ein a-moll-Akkord.
Diese wird Tonikaparallele genannt.

Die Parallele der Subdominante (F-dur-Akkord) ist ein d-moll-Akkord
und heißt Subdominantparallele,

Die Parallele der Dominante (G-dur-Akkord) ist ein e-moll-Akkord
und heißt Dominantparallele.

Leitereigene Dreiklaenge und Parallelfunktionen

Eine Besonderheit ist der Akkord auf dem 3. Tonleiterton. (In C-dur ist das ein e-moll-Akkord.)
Je nachdem in welchem harmonischen Zusammenhang er steht, hat er eine andere Funktion, nämlich entweder die der Dominantparallele oder des Tonikagegenklangs. Gegenklänge sind nur von der Tonika gebräuchlich. Deren Grundtöne sind eine große (leitereigene) Terz über dem Grundton der Tonika. Die Mollparallelen haben ihren Grundton immer eine kleine (leitereigene) Terz unter dem Grundton der entsprechenden Hauptfunktionen.

Parallele und Gegenklang

Die Parallelfunktionen und der Tonikagegenklang einer Durtonart sind allesamt Mollakkorde.

Die Funktionssymbole der Parallelfunktionen setzten sich aus dem Buchstaben der jeweils zugehörigen Hauptfunktion ( T, S, D ) und dem entsprechenden Kürzel für "Parellele" ( p ) oder "Gegenklang" ( g ) zusammen. Da die Hauptfunktionen Dur-Akkorde sind, werden die Funktionsbuchstaben mit großen Buchstaben dargestellt, die Parallelen und Gegenklänge sind Moll-Akkorde, also werden die entsprechenden Kürzel mit kleine Buchstaben notiert:

Tonikagegenklang = Tg,
Tonikaparallele = Tp,
Subdominantparallele = Sp,
Dominantparallele = Dp.

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Die Tonikaparellele und die Subdominantparallele

Die Dominantparallele und der Tonikagegenklang