
Die umfangreichsten Partituren sind diejenigen für Orchester. Eine Orchesterpartitur wird nach Instrumentengattungen gruppiert: In der Reihenfolge von oben nach unten erhalten die Holzbläser (Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott), die Blechbläser (Hörner, Trompete, Posaune, Tuba), das Schlagwerk (Pauken, Tamtam) und die Streichinstrumente (Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass) jeweils eine Klammer und durchgezogene Taktstriche.
Während bei den Bläsern jedes Instrument oft einfach besetzt ist, sind die Streicherstimmen immer mehrfach besetzt (je nach größe des Orchesters vier- bis fünfzehnfach und mehr). Die Streichergruppe beinhaltet neben den Viola-, Cello- und Kontrabassstimmen zwei Violinstimmen (Streichquintett). Deswegen erhalten die beiden Violinstimmen (Violine 1 und Violine 2, grün markiert) eine zusätzliche Gruppenklammer.
Oft werden von einem Blasinstrument mehrere Stimmen verlangt. Dann werden in jedem System zwei Stimmen notiert. Hier ist das bei den Hörnern der Fall: Vier Hörner erhalten zwei Systeme, das obere enthält das erste und das zweite Horn, das untere das dritte und vierte (ebenfalls grün markiert). Das wird am linken Rand
Pauken und Tamtam gehören zwar beide zum Schlagwerk, da Pauken aber Tonhöhen, ein Tamtam jedoch nur Geräusche produzieren kann (weswegen dieses Instrument auch nicht fünf Notenlinien mit einem Schlüssel erhält, sondern eine ohne Schlüssel), können sie zwar gruppiert werden, erhalten aber keine durchgezogenen Taktstriche.
Auffällig an einer solchen Partitur ist, dass Klarinette, Hörner und Trompeten (blau markiert) in anderen Tonarten zu spielen scheinen als alle anderen Instrumente. Das liegt daran, dass es sich hier um so genannte transponierende Instrumente (Link ist ein Popup) handelt.