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Alterierte Dominanten

 

Alterierte Dominanten sind Dominant-Akkorde, bei denen die Quinttöne durch
Vorzeichen erhöht oder erniedrigt sind. Grund-, Terz- und Leittöne werden nicht alteriert, weil
1.) die Funktion durch einen veränderten Grundton nicht mehr zu erkennen wäre,
2.) der Terzton nicht mehr über Dur und Moll entscheiden könnte, außerdem ist er ein Leitton,
2.) der Leitton nicht mehr seiner Funktion als Leitton nachkommen könnte, da er immer eine
kl. Sekunde über oder  unter seinem Auflösungston stehen muss.
Bleibt also der Quintton übrig.

Zur Notation: Hochalterationen werden durch ein “<” , Tiefalterationen durch ein “>” hinter der entsprechenden Ziffer des alterierten Akkordtons angezeigt.
D5hochGr,D5tiefGr03

Durch Alteration wird der sonst spannungs- und charakterarme Quintton zu einem Leitton gemacht, um der entsprechenden Dominante  noch mehr Spannung zu verleihen.

Die Dominante mit hochalteriertem Quintton ist übermäßig.

D5hoch

Die Dominante mit tiefalteriertem Quintton wird “hart vermindert” genannt.

D5tief

 

Ein hochalterierter Quintton ist ein Leitton nach oben, muss also - ebenso wie der Terzton -
aufwärts in den Terzton des Auflösungsakkordes aufgelöst werden.

Dalt01

Ein tiefalterierter Quintton ist ein Leitton nach unten, muss also - im Gegensatz zum Terzton -
abwärts in den Grundton des Auflösungsakkordes aufgelöst werden. Wenn beide Leittöne
folgerichtig geführt werden, fehlt der Tonika der Quintton (a). Soll die Tonika vollständig sein, muss der Terzton der Dominante abspringen (b).
Das geht aber nur, wenn dieser nicht im Sopran liegt.
Der Basston sollte dann in Gegenbewegung zu den drei Oberstimmen geführt werden, sonst
bewegen sich alle Stimmen in die gleiche Richtung.

Dalt02a02Dalt02b03
(Klicken Sie auf den entsprechenden Takt, um das jeweilige Beipiel zu hören.)

Der übermäßige Dominantakkord kann nur nach Dur, nie aber nach Moll aufgelöst
werden, da der hochalterierte Quintton gleich der Mollterz des Moll-Auflösungsakkord ist:

Dalt0302

 

Alterierte Dominantseptakkorde