Gästebuch
Impressum
Suche


Die chromatische Modulation

 

Diese Art der Modulation erhält ihren Namen deswegen, weil der Tonartenwechsel durch das Verwenden von Alterationen (Link ist ein Popup) herbeigeführt wird. Es ist kein der Ausgangs- und Zieltonart gemeinsamer leitereigener Dreiklang nötig. Meistens ist ein Übergangsakkord (Modulationsakkord, blaue Rahmen, s.u.) auszumachen, manchmal auch mehrere. Je mehr Akkorde sich während der Übergangsphase (blaue Felder, s.u.) in beiden Tonarten deuten lassen, desto sanfter wirkt die Modulation.

Das Tongeschlecht spielt bei einer Modulation theoretisch keine große Rolle. Es ist also möglich, mit den gleichen Modulationsakkorden sowohl in die Dur- als auch in die Moll-Variante des selben Grundtons zu modulieren.

Die folgenden beiden Beispiele zeigen jeweils eine Modulation von C-dur nach a-moll und eine von C-dur nach A-dur. In beiden Fällen ist der Dominantakkord E-dur der entsprechenden Zieltonart der selbe Modulationsakkord. Die Modulation kann dann einfach entweder in Moll (a) oder in Dur (b) weiter geführt werden.
Bei einer Analyse kann der Tonartenwechsel in zwei “Ebenen“ notiert werden (unten mit rosa und grünen Feldern verdeutlicht). An der Übergangsstelle (blaues Feld) stehen die je nach Ausgangs- oder Zieltonart interpretierten unterschiedlichen Funktionen übereinander.

ModChrom01a

Während in Beispiel a) der Auflösungsakkord der Zwischendominante in der C-dur-Ebene leitereigen ist (Tp), ist dies in Beispiel b) nicht der Fall. Hier erklingt nicht die Tp, sondern die entsprechende Durvariante (TP - ?), sodass es sich in Bezug auf die C-dur-Ebene um eine Ellipse handelt.

ModChrom01b

 

Eine Möglichkeit der Modulation ist das “Verduren” eines leitereigenen Mollakkordes. Dieser bekommt dann Dominantcharakter in Bezug auf die Zieltonart.
Im Beispiel unten wird der Mollsubdominantakkord der Ausgangstonart a-moll verdurt
(d-moll => D-dur) und öffnet so in eine Dominante verwandelt den Weg nach G-dur. Um in diesem Beispiel die Wirkung zu steigern, wird dem Modulationsakkord die Septime in Form eines Sekundakkordes hinzugefügt.

ModChrom02b

 

Entsprechend dem oberen Beispiel wird durch “Vermollung” eines leitereigenen Durakkordes dieser in die Funktion der Mollsubdominante der Zieltonart gedrängt.
Das nächste Beispiel zeigt die Vermollung der Dominante von C-dur. Der dabei entstehende
g-moll-Akkord kann schön als Mollsubdominante der neuen Zieltonart d-moll umgedeutet werden.

ModChrom02a

 

Die enharmonische Modulation