Gästebuch
Impressum
Suche


Die Moll-(Parallel)-Tonarten und ihre Tonleitern

 

Jede Dur-Tonart hat eine Moll-Tonart, mit der sie verwandt ist. Man spricht von ihrer Paralleltonart. Dur hat dabei einen eher hellen, fröhlichen, strahlenden Charakter, Moll einen eher dunklen, traurigen, matten. Beiden gemeinsam sind die Töne, die in ihnen vorkommen; was beide voneinander unterscheidet, sind ihre unterschiedlichen Grundtöne ( x ). Diese sind immer eine kleine Terz vonrinander entfernt, von Dur aus abwärts.
Beispiel: C-dur  - a-moll.
(Bei Dur-Tonarten wird der Buchstabe, der der Tonart den Namen gibt immer groß, bei
Moll-Tonarten immer klein geschrieben.)

DurMoll02

Mit der Moll-Tonleiter ist es aber leider nicht ganz so einfach wie mit ihrem Verwandten in Dur:
Es gibt nämlich drei Moll-Tonleitern. Das hat folgenden Grund:
Den siebten Ton der Dur-Tonleitern nennt man den Leitton, und zwar deshalb, weil dieser Ton
stark in den Grundton, der ihm ja in der Leiter folgt, überleitet. Ein Leitton ist immer einen Halbton
 von seinem Grundton entfernt.

CLeit

Der Leitton ist nach dem Grundton der zweitwichtigste Ton einer Tonleiter.

Wie sieht das denn in unserer Moll-Tonleiter aus?

Hier ist der siebte Ton ist gar kein Leitton, weil er einen Ganzton vom Grundton entfernt ist
und deshalb nicht diesen Überleitungscharakter hat.

aKlammer02

Weil ein Leitton aber so wichtig für eine Tonleiter ist, hat man den siebten Ton der Moll-Tonleiter
 manchmal - wenn der musikalische Zusammenhang eines Stückes das erfordert - einfach erhöht.
 Dadurch wird aus dem Ganzton ein Halbton, und da ist der Leitton:

aharmKlam

Jetzt könnte man eigentlich zufrieden sein, wenn da nicht dieser 11/2 - Tonschritt wäre, der die
 melodischen Linien, die in diesem Bereich der Tonleiter erklingen sollen sehr stört. Möchte man
 also sowohl einen Leitton als auch eine schöne melodische Linie in seiner Moll-Komposition
 haben, muß man den sechsten Tonleiterton auch noch erhöhen, um den in diesem Falle
 ungeliebten 11/2 - Tonschritt auszugleichen
.

amelKlam

Hier noch einemal alle drei möglichen Moll-Tonleitern:

a-moll, natürlich

anat

a-moll, harmonisch

aharm

a-moll, melodisch (das melodische Moll muß wie das natürliche abwärts geführt werden, weil
                                 es sonst der Dur-Tonart mit dem selben Grundton zu ähnlich wäre!):

amel

 

Die Kirchentonarten