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Die richtige Stimmführung

 

Um ein Gefühl für eine ausgewogene Stimmführung zu bekommen, gibt es einige Tricks:

1.) Haben zwei Funktionen einen gemeinsamen Akkordton,
bleibt dieser in der selben Stimme.

BewTS01

Zwischen Tonika und Subdominante gibt es immer einen gemeinsamen Akkordton.
In diesem Fall ist es ein “c” und liegtim Tenor. Sopran und Alt bringen die noch fehlenden
 Akkordtöne, und zwar diejenigen, die ihnen am nächsten sind. Hier: Das “e” der T im Alt geht in
 das “f” der S und das “g” der T im Sopran geht in das “a” der S.
Der Bass geht von Grundton zu Grundton der jeweiligen Funktion.

Zwischen der Subdominante und der Dominante gibt es keinen gemeinsamen Akkordton.
(Das geht gar nicht, weil es benachbarte Akkorde sind.)

BewSDPar01

2.) Gibt es zwischen zwei benachbarten Funktionen keinen gemeinsamen Akkordton, so
 müssen die drei Oberstimmen in Gegenbewegung zum Bass geführt werden
,
und zwar in den am nächsten gelegenen Akkordton des Folgeakkordes.

BewSD01

Auch zwischen der Dominante und der Tonika gibt es immer einen gemeinsamen Akkordton, hier das “g” im Sopran. Alt und Tenor gehen aus der Dominante in die noch fehlenden nächsten Töne der Tonika, der Bass wieder von Grundton zu Grundton.

BewDT01

Werden die beiden Regeln 1.) und 2.) berücksichtigt, klingt diese Kadenz -Satz viel
 ausgewogener. Jede Stimme hat nun einen eigenen melodischen Verlauf:

Sopran: S02

Alt:         A02

Tenor:   T02

Bass:    B02

Hier die Kadenz mit ausgewogener Stimmführung als Ganzes:

   Kad0302

Der Bass wird hier aufwärts in die Subdominante geführt. Das widerspricht keiner Stimmführungsregel und ist genauso möglich wie das Abwärtsführen (siehe erstes Beispiel ganz oben).

Stufen--und-Geberalbass-Not02 

Zum Vergleich: die Ausgangsversion:

authentische und plagale Schlusswirkung (Link ist ein Popup)

Die Lage