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69


Name:
Robin (mail@robin-hoffmann.com)
Datum:Mo 03 Mär 2008 17:22:31 CET
Betreff:Jazz-Akkorde
 

Eine wirklich hervorragende und sehr anschaulich gestaltete Seite. Großes Lob für die riesige Mühe, die da hineingesteckt wurde.

Was mir allerdings aufgefallen ist, ist die in meinen Augen sehr unstrukturierte und willkürlich erscheinende Seite zum Thema Jazz-Akkorde, besonders, wenn es um die Optionstöne/Tensions und deren Ausführung geht. Auch fehlt meiner Meinung nach vollkommen der Bezug zu den Skalen.

Ein paar grundlegende Dinge, die eventuell zu einer besseren Strukturierung beitragen können.

- Es gibt im Jazz nur 3 "Hauptkategorien" von Akkorden: Dur, moll und dominantisch. Zu dominantischen Akkorden zählen alle Durakkorde mit kleiner Sept unabhängig von den Optionstönen (und werden in der Regel grundsätzlich mit einer 7 angezeigt (bspw. nicht C(#11), sondern C7(#11)), zur Gruppe der (spannungslosen) Durakkorde zählen alle Durakkorde ohne kleine Sept, unabhängig von den Optionstönen, zu den Mollakorden zählen alle Mollakkorde, egal welche Optionstöne.

- Grundsätzlich gilt es als "Satzfehler" im Jazz, wenn in einem Akkord eine kleine None im Zusammenklang entsteht, sofern es sich nicht um einen explizten b9-Akkord handelt. Insofern gibt es bspw. einen C11-Akkord im klassischen Jazz nicht. Entsprechend kritisch ist dadurch auch das unbedingt richtige Setzen eines maj7-Akkords etc. Die Akkordtöne dürfen nicht beliebig umgestellt werden.

-Einige Optionstöne bedingen im traditionellen Jazz andere Optionstöne. Dies ist herzuleiten von dem Skalenmaterial, mit dem man über diesem Akkord improvisieren würde. Der von Ihnen aufgeführte Akkord C13(#9/#11) bspw. ergibt im Jazz sehr wenig Sinn. Die Skala, der dieser Akkord entspringt ist die alterierte. (in C: C-Des-Dis-E-Fis-As-Bb-C) Die große 13 kommt in dieser Skala nicht vor, also würde man sie auch nicht in dem Voicing spielen. Stattdessen zeigt ein #9 quasi immer an, dass zusätzlich noch eine b13 gespielt wird.

- es gibt noch weitere "jazzorthographische" Fehler in der Auflistung: bspw. der Akkord C9maj7.
a)dieses Akkordsymbol ist absolut nicht gebräuchlich, die maj7 muss vor der 9 benannt werden, sie gilt nicht als Tension sondern beschreibt den grundsätzlichen Akkordcharakter (übrigens, grundsätzlich liegt auch im Jazz die Ionische Skala als Grundlage vor, nicht mixolydisch)
b) die 11 gilt in jedem Lehrbuch in einem Maj7-Akkord als zu vermeidende avoid-note. Man vermeidet sie sogar in melodischen Improvisationen über diesen Akkordtyp. Insofern ist die Notendarstellung dieses Akkords schlichtweg falsch.


Die Auflistung der Akkorde auf dieser Seite ist zwar im großen und ganzen korrekt, aber weit von der Praktikabilität und leichten Übersichtlichkeit entfernt, die der Rest der Seite aufweist. In dieser quasi willkürlichen Darstellung von zumeist extrem untypischen und ungebräuchlichen Akkordsymbolen fühlt sich meiner Meinung nach jemand, der beginnt, sich mit Jazz und seiner Theorie auseinanderzusetzen, abgeschreckt.

Ich würde mir eine Überarbeitung dieser Sektion wünschen, besonders um die leider immernoch sehr präsenten Berührungsängste zwischen Klassischer und Jazz-Theorie zu beseitigen.

Mit freundlichen Grüßen

Robin Hoffmann


Edit "Lehrklaenge":

Lieber Robin Hoffmann,
vielen Dank für die aufschlussreichen Anmerkungen. In der Tat fiel es mir nicht leicht, speziell diese Seite zu gestalten, da sich mein musikalischer Mittelpunkt nicht in der Jazz- und Popmusik befindet. Obwohl ich mich natürlich vorher bei entsprechenden Quellen informiert habe, werde ich noch einmal gründlicher recherchieren und bei nächster Gelegenheit die Seite verbessern.
Herzliche Grüße!

 
 
68


Name:
Alexandra Jensen (@xandilie@web.de)
Datum:Fr 29 Feb 2008 22:46:48 CET
Betreff:Kadenzen selbst schreiben
 

Diese Seite ist hervorragend, vielen Dank!
Ich möchte anregen noch eine Extrarubrik zu schaffen, in der man eine Anleitung zum Selbstschreiben von Kadenzen zu Solokonzerten erhält.



Edit "Lehrklaenge":
Liebe Alexandra Jensen, vielen Dank für Ihr Interesse!

Meines Erachtens ist es nicht möglich, mit den Mitteln einer Website ernst zu nehmenden Kompositionsunterricht zu erteilen, und dieser Unterricht ist nötig, wenn solche Kadenzen verfasst werden sollen.

Ein Teil des Rüstzeugs dazu bietet diese Website (Harmonielehre, etwas Formenlehre). Stilistische Sicherheit zu erlangen hingegen erfordert unbedingt persönliche Betreuung.

Selbst die hier angebotenen Inhalte können nur Ergänzungen zu einem regelmäßigen Unterricht bei einem Tonsatz-Studierten, besser noch bei einem Komponisten sein.

Demnächst werden einige Werkanalysen hinzukommen. Der Formenlehreteil wird auch erweitert werden. Wenn Sie sich damit beschäftigen, hilft das vielleicht ein wenig. Aber um richtigen Unterricht kommen Sie nicht herum, wenn es auch nur "gute" Ergebnisse werden sollen...

Herzliche Grüße!

 
 
67


Name:
D. Bülow (dagmarbuelow@t-online.de)
Datum:Mo 25 Feb 2008 18:20:01 CET
Betreff:Großes Lob!
 

Ich habe ewig hinter einem Buch oder einer Seite im Internet gesucht, die Themen so ausführlich beschreibt und auch bebildert, endlich habe ich sie gefunden! Ich freue mich riesig an den Antworten, die ich hier auf meine Fragen finde, danke!


Edit "Lehrklaenge":
Das freut mich! Vielen Dank für die Rückmeldung!

 
 
66


Name:
Gottfried Balter (@gottfried.balter@gmx.de)
Datum:So 24 Feb 2008 11:40:20 CET
Betreff:AkkSymbole
 

Treffe häufiger berufsbedingt auf Lieder, die mit AkkSymbolen "bestückt" sind. Da es offensichtlich keine einheitliche Schreibweise hierfür zu geben scheint, blieben immer Fragen offen (auch Kollegen konnten nicht immer weiter helfen). Ihre Seite (bin zufällig drauf geraten) hat mir jetzt wirklich weiter geholfen. Herzlichen Dank!!!
Gruß GB


Edit "Lehrklaenge":
Vielen Dank für die Rückmeldung!
Herzlicher Gruß!

 
 
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Name:
PianoKolleg Borbe (info@pianokolleg.de)
Datum:Mi 13 Feb 2008 00:04:08 CET
Betreff:Ihre Website
 

Harmonielehre: instruktiv, gut erklärt und sehr verständlich.

Harald C. Borbe
www.pianokolleg.de

Edit "Lehrklaenge":
Freue mich über diesen Eintrag von einem Kollegen! Vielen Dank!

 
 
64


Name:
Thies (@thike@web.de)
Datum:So 10 Feb 2008 12:58:46 CET
Betreff:Allgemein
 

Diese Seite ist wirklich toll. Sie erspart einem in vielerlei Hinsicht, das Kaufen von Büchern, die man eventuell doch nicht gebrauchen kann, weil sie für einen unpassend sind. Einfach toll. Weiter so. Ich hab sie schon vielen Freunden weiter empfohlen.


Edit "Lehrklaenge":
Vielen Dank!

 
 
63


Name:
Johannes Veit Swoboda (j-swoboda@gmx.de)
Datum:Di 05 Feb 2008 02:03:48 CET
Betreff:Über reine und unreine Stimmungen
 

Hallo,
eher durch Zufall bin ich auf Ihre Seite gelangt und habe mich darin festgelesen! Als nicht ganz ungebildeter Laie mit Vorliebe für Alte Musik habe ich nun endlich das Problem der reinen und wohltemperierten Stimmung verstanden. Letztendlich ist Musik Mathematik! Nun stellt sich mir eine Frage: Wenn ich eine Melodie singe, singe ich diese dann nach Gefühl rein oder temperiert? Und eine weitere Frage: Gibt es auch jüngere Musik (als Bach) die bewusst für reine Stimmung komponiert wurde?
Auf alle Fälle möchte ich ein Kompliment für diese umfassende Seite aussprechen!
Mit freundlichen Grüßen!

Edit "Lehrklaenge":
Hallo Herr Swoboda!

Wenn Sie singen, werden Sie von Natur aus rein intonieren. Auch Chöre und z.B. Streichensembles (Streichquartette) intonieren rein. Das bedeutet, dass dann ein "fis" höher als ein "ges" gespielt wird. Da sich ein Musikstück aber selten nur in einer Tonart bewegt, ist das nicht so einfach, wie es zunächst den Anschein hat...
Man kann nicht sagen, dass jemand "für die reine Stimmung komponiert", da man ja diese Komposition je nach Besetzung rein intonieren kann. Denn wenn ein Streichquartett alleine spielt, intoniert es rein, wenn ein Klavier dazu kommt, geht das nicht mehr. Dann müssen sich alle nach der Stimmung des Klaviers richten (meistens gleichstufig).

Vielen Dank für Ihr Kompliment!

Herzlcher Gruß!

 
 
62


Name:
Johannes Götte (zweitaccount@gmx.co.uk)
Datum:Mo 28 Jan 2008 17:54:09 CET
Betreff:wikibook
 

Hallo,

haben Sie/hast Du schon einmal darüber nachgedacht, diese Seite in das Wikibook Musiktheorie (http://de.wikibooks.org/wiki/Musiktheorie) zu integrieren?

Vorteil: Hoffentlich weitere Leute, die bei der Seite mitarbeiten.
Nachteil: Eventuell wird eben hierdurch ein logischer Aufbau etwas durcheinander gebracht. Und die Inhalte müssen unter die GNU Free Documentation License http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html gestellt werden.

Gruß,

Johannes

P.S.: Die Emailadresse ist echt. Allerdings laufen da mehrere Spamfilter...


Edit "Lehrklaenge":
Hallo Johannes,
Vielen Dank für Ihren Beitrag!
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich die Gestaltung dieser Seite weiterhin in meinen Händen lassen möchte.
Herzlicher Gruß!

 
 
61


Name:
Ulla Sauer (Ulla.Sauer@freenet.de)
Datum:Mo 28 Jan 2008 12:18:19 CET
Betreff:Quintfallsequenzen
 

Ich suche jemanden, der mir die leitereigene Quintfallsequenz in dis-moll notieren kann.
zerbreche mir schon stundenlang den kopf. ich wäre sooo dankbar.

Edit "Lehrklaenge":
Schau mal im Postfach nach.
Nicht, dass ich hier irgendwelche Hausaufgaben mache, gell!?
Geht aber ganz einfach:
Vorzeichen von dis-moll am Anfang der Zeile notieren (6 Kreuze, siehe Quintenzirkel),
Quintfallsequenz notieren (weil Du schon die Vorzeichen am Anfang der Zeile hast, brauchst Du sie nicht mehr vor die Noten zu schreiben).
Achtung: die Dominante (V.Stufe) in Dur setzen (Ais-dur-Akkord: ais - cisis - eis )
Lieber Gruß!

 
 
60


Name:
Julia (Julia-Matheus@web.de)
Datum:Mi 23 Jan 2008 07:02:09 CET
Betreff:Gesamt
 

Hallo
also ich wollt hier auch mal gucken und ich find die Seite ja gut, aber n Lebenslauf über Mozart fehlt eigentlich noch.

Grüß Dich Julia!
Danke für Deine Anregung!
Wenn man bedenkt, dass alle hier aufgeführten Komponisten noch einen Lebenslauf bekommen sollen, fehlt eigentlich noch eine ganze Menge mehr...
Bald gibt es einen Lebenslauf auch über Mozart!
Lieber Gruß!

 
 


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