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Die Besonderheiten des Dv

 

Das Besondere am Dv ist, dass sich kein Ton vor dem anderen auszeichnet. D.h., das Ohr kann
nicht erkennen, welcher Ton jeweils Terz-, Quint-, Sept- und Nonenton ist.
Das hat folgenden Grund:
In der Grundstellung sind alle vorkommenden Terzen klein. Die durch die Umkehrungen
entstehende übermäßige Sekunden klingen auch wie kleine Terzen.
Also sind die verschiedenen Intervallkobinationen der unterschiedlichen Umkehrungen
nur optisch wahrnehmbar, nicht akustisch.

DvBes01a02DvBes01b02DvBes01cDvBes01d
(Klicken Sie auf den entsprechenden Akkord, um diesen zu hören)

In der Grafik unten sind in der Mitte alle Tasten gekennzeichnet, die zu diesem Dv gehören,
darüber markieren die Klammern die Grundstellung, darunter die dritte Umkehrung.
Beim genauen Hinschauen betätigt sich: Eine übermäßige Sekunde ist nicht von einer kleinen
Terz zu unterscheiden.

DvTasten0104
DvTasten0203
DvTasten0304

Also ist es möglich, aus der übermäßigen Sekunde eine kleine Terz zu machen.
Dadurch entsteht zwar kein anderer Klang, aber eine andere Notation:

DvBes02a

Die Reihenfolge der Akkorde im Beispiel b) richtet sich nach der Reihenfolge der Klänge des
Beispiels a). Wie bei jedem anderen Akkord ist die Grundstellung des Dv immer am Terzaufbau
zu erkennen. Durch die enharmonische Verwechslung des “gis” zu “as” in Beispiel b) ist dies im Unterschied zu a) der zweite Akkord. Also ist die Grundstellung nun eine andere:

DvBes02b05

Dies wiederum bedeutet: Auch der Grundton ist  ein anderer, in Beispiel c) nämlich das”g”.
Hier der Vergleich:

DvBes03c

Also löst sich der Dv von Beispiel c) nicht wie der vorige aus Beispiel a) nach a-moll auf, sondern, wegen des anderen Grundtons, nach c-moll.
(Die Grundtöne sind in der Beispielen d) und e) mit “x” gekennzeichnet)

DvBes03a           DvBes03b

 Nun zurück zum anfangs erwähnten Satz: “Kein Ton zeichnet sich vor dem anderen aus.”
Alles, was hier beschrieben wurde, bedeutet letztlich:

Jeder Ton eines Dv kann jede mögliche Rolle übernehmen: die des Terz-, Quint-, Septim-
oder Nonentons.
Unterschieden werden können die unterschiedlichen Dv also nur durch die Notation oder aber
durch den Auflösungsakkord, wobei der Auflösungsakkord bestimmt, welche Notation zu wählen ist.

Die Deutungsmöglichkeiten des Dv