LehrklaengeSchriftzug
Grundlagen   Intervalle   Akkorde   Tonleitern und Tonarten   Das abendländische Tonsystem   Harmonielehre I   Harmonielehre II   Formenlehre   Werkanalyse
Akustik   Instrumentenkunde   Gehörbildung   Musikgeschichte   Aufnahmeprüfung   kleines Lexikon
HARMONIELEHRE I
Um eine Übersicht über die gesamte Webseite zu erhalten, gehen Sie bitte auf die Startseite.

 

SATZREGELN:
Verbotene Parallelen

 

Folgen mehrere Sextakkorde hintereinander, ist Vorsicht beim Setzen geboten:
Prim-, Quint und Oktavparallelen sind nicht erlaubt.

Primparallelen:

Primparallelen nicht erlaubt besser
(Klicken Sie auf eine Kadenz, um diese zu hören.)

Quintparallelen:

Quintparallelen nicht erlaubt besser
(Klicken Sie auf eine Kadenz, um diese zu hören.)

Oktavparallelen:

Oktavparallelen nicht erlaubt besser
(Klicken Sie auf eine Kadenz, um diese zu hören.)

Bei direkten Sextakkordfolgen ist es möglich, die Terz des zweiten Akkordes zu verdoppeln:

Verdoppelte Terz

Allerdings nicht, wenn dieser Akkord die Dominante ist, weil die Terz der Dominante der Leittonder Tonart ist. Dieser darf NIE verdoppelt werden, da der Stimmverlauf des Leittons vorbestimmt ist.

Der Grund dafür, diese Parallelen besser nicht im vierstimmigen Satz zu setzen ist darin zu sehen, dass die vier einzelnen Stimmen möglichst unabhängige Verläufe nehmen sollen. Primen, Oktaven und Quinten sind jedoch die reinsten Intervalle. Der Inhalt von zwei in diesen Intervallen paralle geführten Stimmen ist aus diesem Grund zu ähnlich, um als eigenständig zu gelten. Die Quarte ist zwar auch ein reines Intervall, steht jedoch auf der Schwelle zu den unreinen Intervallen, wird daher oft auch als Dissonanz gehört (Auffassungsdissonanz), und darf parallel geführt werden.

Zurück

Bedingt erlaubte Parallelen

Weitere Satzregeln