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HARMONIELEHRE I
Die Parallelfunktionen
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Die Tonikaparallel und die Subdominantparallele

 

Die Tp und die Sp klingen besonders gut nach ihrer jeweils zugegörigen Hauptfunktion. Dann haben sie - ähnlich wie beim Sextakkord nach der Grundstellung - eine klangsteigernde Wirkung.

Tonikaparallele in der Kadenz

Generalbass- und Stufennotation
Subdominantparallele in der Kadenz

Generalbass- und Stufennotation

Zwischen T , Tp und S bzw. zwischen S und Sp gibt es jeweils zwei gemeinsame Akkordtöne, die in den entsprechenden Stimmen bleiben sollten, um eine besonders milden Wirkung zu erreichen.
Dass sich in dem Beispiel mit der Sp nach dem vierten Akkord (x) alle Stimmen in die gleiche Richtung bewegen ist nicht störend, da der Bass einen Bassschlag vollzieht. Ein Bassschlag ist nicht von stimmführungstechnischer Bedeutung, da ja der gleiche Ton - hier ein "g" - beibehalten wird.

Ungebräuchlich ist es, die Parallelfunktion vor ihrer Hauptfunktion zu setzten, da dies einen Spannungsrückschritt bedeutet.

Subdominantparalellee vor der Subdominante

Hingegen ist es durchaus möglich, diese stellvertretend für ihre Hauptfunktionen zu setzten:

stellvertretende Subdominantparallele

Der stellvertretend gesetzte Akkord wird Substitutklang genannt.

Als Anhaltspunkt, welche Akkordverbindungen schön klingen, kann die unten stehende Grafik dienen. Solange die Reihenfolge der Funktionen der Richtung der Pfeile folgt, ist alles möglich, auch das Auslassen einer Funktion. Vor dem Tonika-Schlussakkord sollte stets die Dominante oder die Subdominante stehen.

Reihenfolge der Parallelfunktionen

Mit der Tp wird in einer Dur-Tonart der Trugschluss gebildet.

 

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Beispiele in weiter Lage

Die Dominantparallele und der Tonikagegenklang