Die Tp und die Sp klingen besonders gut nach ihrer jeweils zugegörigen Hauptfunktion. Dann haben sie - ähnlich wie beim Sextakkord nach der Grundstellung - eine klangsteigernde Wirkung.
Zwischen T , Tp und S bzw. zwischen S und Sp gibt es jeweils zwei gemeinsame Akkordtöne, die in den entsprechenden Stimmen bleiben sollten, um eine
besonders milden Wirkung zu erreichen.
Dass sich in dem Beispiel mit der Sp nach dem vierten Akkord (x)
alle Stimmen in die gleiche Richtung bewegen ist nicht störend, da der Bass einen Bassschlag vollzieht. Ein Bassschlag ist nicht von stimmführungstechnischer Bedeutung, da ja der gleiche Ton - hier ein
"g" - beibehalten wird.
Ungebräuchlich ist es, die Parallelfunktion vor ihrer Hauptfunktion zu setzten, da dies einen Spannungsrückschritt bedeutet.
Hingegen ist es durchaus möglich, diese stellvertretend für ihre Hauptfunktionen zu setzten:
Der stellvertretend gesetzte Akkord wird Substitutklang genannt.
Als Anhaltspunkt, welche Akkordverbindungen schön klingen, kann die unten stehende Grafik dienen. Solange die Reihenfolge der Funktionen der Richtung der Pfeile folgt, ist alles möglich, auch das Auslassen einer Funktion. Vor dem Tonika-Schlussakkord sollte stets die Dominante oder die Subdominante stehen.
Mit der Tp wird in einer Dur-Tonart der Trugschluss gebildet.
Die Dominantparallele und der Tonikagegenklang